Heimaturlaub oder richtiger Urlaub

Aktualisiert: 14. Mai

Mit 20 Tagen gesetzlichem Urlaub und ca. neun Feiertagen liegt Deutschland im oberen Feld

beim internationalen Vergleich. Ganz oben rangieren übrigens Brasilien, Finnland und Litauen mit rund 40 Tagen.


In vielen Ländern gibt es aber weit weniger Urlaub als in Deutschland.

Zwei Wochen sind in vielen Ländern schon Luxus. Man mag sich nun darüber streiten ob der Angestellte in Ländern mit mehr "Arbeitsleistung" und Produktivität auch mehr Urlaub bekommen sollte.

Ich selbst war am Anfang recht geschockt als ich in der Türkei ankam. Mir kam es nämlich so vor als würden alle den ganzen Tag nur rumsitzen und Tee trinken. In Deutschland war ich einmal für eine Firma tätig wo der Boss den Spruch losließ: "Haben Sie alle keine Arbeit?" als ihm zuviele Kollegen an der Kaffeetheke standen.

In Deutschland habe ich meinen Urlaub gebraucht. Genau wie meinen Feierabend. Der Arbeitstag war durchgetaktet mit mehr oder weniger geplanten Pausen. Am Abend war ich erschöpft. Nach ein paar Monaten brauchte ich einen geistigen Reset, weil ich "abgebaut hatte und meine Reserven einfach erschöpft waren.

Im Ausland habe ich auch sehr hart gearbeitet, aber ich kann mich nicht daran erinnern wirklich ausgelaugt gewesen zu sein.

Dafür hatte ich einfach zuviele Pausen am Tag. Ja, ich brauchte im Ausland meinen Urlaub, aber der war zum Entspannen und nciht zum "neu Kraft tanken", da ich ausgelaugt war.


Das ist wohl der Unterschied zwischen Arbeiten und sich aufarbeiten.

Effizient arbeiten oder lang arbeiten. Den idealen Weg wird es wohl nie geben.


Aber eigentlich geht es in dem Beitrag um den Heimaturlaub.

In meinen ganzen Jahren im Ausland habe ich den nämlich irgendwie nie als Urlaub entfunden. Er ist zu einem Teil Pflich, da man Verpflichtungen hat.


In diesen ein bis zwei Wochen muss man einfach sovieol erledigen.

Die Steuererklärung unterschreiben, den Anwalt besuchen, die Familie wollen einen alle sehen, die Freunde muss man auch noch unter einen Hut bekommen, der Ausweis oder Führerschein muss erneuert werden und zu guter Letzt wird auch noch eingekauft was es im Ausland nicht gibt. Die Salami, der deutsche Pudding und das Liebelingsshampoo.

Meine Planung fängt oft Wochen vorher an. Die Freunde und Verwandten haben ja auch nicht alle immer Zeit nur weil ich jetzt wieder kurz im Lande bin.

Einundzwanzig, besser noch 30 Tage Urlaub müssen sein.

Kurzum: Das ist schon ein gewisser Stress und wahrlich keine Erholung.

Selbst der Besuch im Restaurant, weil man ja unbedingt ein Schnitzel essen muss wird zur Aufgabe.


Wenn für den obligatorischen Heimatbesuch also schon einmal zwei Wochen drauf gehen, wo bleibt dann der Urlaub zum abschalten?

Und wenn Ihr Arbeitgeber nun nur zwei Wochen Urlaub anbietet?

Dann schauen Sie blöd aus der Wäsche.


Mein Fazit:

Einundzwanzig besser noch 30 Tage Urlaub müssen sein.

Und nicht vergessen, dass in Ihrem Paket ein Rückflug ins Heimatland für Sie und Familie drin sein sollte.


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